Capoeira
Zu Zeiten der portugiesischen Kolonisation, vor ca. 300 Jahren, wurden
afrikanische Bantu - Stämme aus Angola nach Brasilien verschleppt, die
die Urform des Capoeira mitbrachten. Ursprünglich war Capoeira ein
ritueller Tanz, doch entwickelte sich schnell zu einer Art
Selbstverteidigung. Diese durfte unter den Sklaven natürlich nicht
erlernt werden und so wurde Capoeira als Tanz getarnt. Aus diesem Grund
wird Capoeira auch heute noch als afrobrasilianischer Kampftanz
bezeichnet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Kolonialherrscher
immer mehr auf Capoeira als Kampfsport aufmerksam und stellten schwere
Strafen aus. Dieses Verbot hielt in Brasilien offiziell bis 1937 an. In
dieser Sportart spielen Bewegung, Gesang und Musik zusammen. Das
wichtigste Instrument des Capoeiras ist das Berimbau. Die Verschmelzung
von Bewegung, Gesang und Musik hat auch die Verschmelzung von Körper und
Geist zur Folge.
